Entspricht dem Sternpaket, der Stern befindet sich jedoch im Sternbild Orion.

Für die meisten Himmelsgucker und Astronomen stellt Orion zweifellos das beeindruckendste Sternbild dar. Dank der großen Anzahl heller Sterne und der guten Unterscheidbarkeit aufgrund der drei Gürtelsterne ist es einfach am Winterhimmel zu entdecken. Beobachter, die sich auf dem Erdäquator befinden, können das Sternbild auf seinem Weg durch den Zenit verfolgen. Die Gürtelsterne haben eine Abweichung von rund 0 Grad. Orion liegt in der Nähe des galaktischen Äquators und so dicht bei der Milchstraße, dass es auch mit einfacheren Teleskopen und Ferngläsern gefunden werden kann.

Im Altertum identifizierten die griechischen, römischen und ägyptischen Gelehrten die Sterne und Sternbilder, indem sie ihre gedanklichen Bilder aufzeichneten. Durch die Jahrhunderte hindurch nutzten die Menschen diese Bilder, um sich auf der Welt zurechtzufinden. Die bekanntesten dieser Bilder haben sich in das kollektive Gedächtnis eingeprägt und sind überall auf der Welt erkennbar. Eines der bekanntesten Bilder ist das Sternbild Orion, der Jäger.
Die Geschichte des Jägers ist nur eine der vielen, die sich um Orion ranken. In dem Sternbild ist er als Jäger dargestellt, bewaffnet mit einem Schwert und einer Keule und bereit zum Angriff. Dies ist der bekanntere der zwei Mythen um Orion.

In diesem Mythos treten griechische Götter auf und werden ihre Beziehungen untereinander und gegenüber den Sterblichen dargestellt. Im griechischen Pantheon waren zwei der wichtigsten Götter Apollo und Artemis, die Zwillingskinder von Zeus, dem höchsten der Götter. Apollo, männlicher Gott der Heilkunst, war mit der Sonne assoziiert. Seine Schwester Artemis war die Göttin der Jagd und mit dem Mond assoziiert. Artemis war eine jungfräuliche Göttin und blieb durch die Zeitalter hindurch unberührt und keusch, so wie auch alle ihre Priesterinnen Jungfrauen waren.

Orion war ein Halbgott, Sohn einer Sterblichen und des Gottes Poseidon, Gott der Meere. Die Göttin Artemis verliebte sich in ihn auf den ersten Blick und strebte danach, bei ihm zu sein. Für eine jungfräuliche Göttin war dies reichlich unangemessen; ihr Bruder Apollo wusste, wenn sie Orion ihre Liebe gäbe, verlöre sie ihre Kraft und ihr Bild als eine große Göttin, weshalb Apollo entschlossen war, seine Schwester von dieser Liebe abzuhalten.

Eines Tages also, als Artemis an einem anderen Orte beschäftigt war, sandte ihm Apollo einen gewaltigen Skorpion, der diesen Halbgott angreifen und töten sollte, auf dass er der Göttin nicht schaden könne. Orion kämpfte tapfer, konnte den Skorpion aber nicht besiegen, weshalb er zu fliehen suchte. Als Sohn des Gottes der Meere floh er zum Meer und wollte auf der Oberfläche des Wassers fortlaufen. Als Orion jedoch gerade das Wasser betrat, stach ihm der Skorpion in den Knöchel und tötete ihn mit seinem Gift.
Als Artemis davon erfuhr, zürnte sie ihrem Bruder, und gemeinsam setzten sie Orions Körper in den Himmel als ewige Erinnerung an ihn. Später jedoch setzte Apollo auch den Skorpion in den Himmel und nannte ihn Skorpion, auf dass diese Kreatur bis in alle Ewigkeit die Halbgötter am Himmel jage. Daher kann man im griechischen Himmel stets, wenn der Skorpion beim Wechsel der Jahreszeiten den Himmel betritt, Orion am anderen Ende des Himmel hinter dem Horizont verschwinden sehen.
Die weniger bekannte Geschichte ist die von Orion als Sänger und Geschichtenerzähler, der die griechischen Inseln befährt. Seine Geschichten waren wohlbekannt und alle, die ihn kommen sahen, freuten sich seiner und lächelten ihm zu, denn seine Lieder waren die besten des Landes. Eines Tages jedoch auf seinem Heimwege enterten Piraten sein Schiff, forderten all sein Geld, seine Besitztümer und sein Schiff und warfen ihn ins Wasser.

Bevor er jedoch ertrinken konnte, näherte sich ihm ein Delphin und versicherte ihm, sich sehr an seiner Musik zu erfreuen; er fragte den Sänger, ob er für ihn sänge, wenn er ihn dafür zum Land beförderte. Der Sänger stimmte zu und sie schwammen singend und wohlgemut die ganze Nacht hindurch.

Gegen Ende der Nacht hatten der Sänger und der Delphin eine wundervolle Zeit verlebt; sie waren entschlossen, es nicht dabei bewenden zu lassen; also schwammen beide in den Himmel, um sich für immer der gemeinsamen Freuden zu versichern.

Die zweite Version der Geschichte ist einfacher, ohne Götter, und nicht so bekannt wie die erste; jedoch wurden beide Versionen durch die Jahrtausende hindurch überliefert. Die Version mit dem Delphin wurde auch in Gutenachtgeschichten und in Liedern verewigt. Das bekannteste Lied, das auf dieser Geschichte basiert, ist von Jimmy Buffett, der einen Sänger auf den karibischen Inseln mit Namen Jolly Mon besingt, der auf seinen Fahrten über die Meere den Gürtelsternen des Orion folgte.

Die Geschichten sind so alt wie unsere Kultur und bleiben wohl so lange Teil unseres Lebens, bis die Sternbilder vom Himmel fallen. So lange, wie Menschen in den Himmel schauen, werden sie sich der Geschichten von Orion dem Jäger oder Orion dem Sänger erinnern, wie auch aller anderen Sternbilder und Mythen, die sich darum ranken.
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